Markgrafen - Zeit

Sigmund Wann - 
Zeitgenosse der ersten Markgrafen

 

Die Zeit der Markgrafen begann mit der Belehnung des Burggrafen Friedrich VI. von Nürnberg mit der Mark Brandenburg am 18. April 1417 durch König Sigismund in Konstanz.

Sigmund Wann hat zu dieser Zeit wohl schon in der Blechverzinnerei seines Vaters gearbeitet.
Belehnung mit der Mark Brandenburg
 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
Belehnung mit der Mark Brandenburg.
Aus Ulrich von Richentals 
Konstanzer Konzilchronik,
um 1465.
 

 

Markgraf und
Kurfürst Friedrich I.

 

Markgraf und Kurfürst Friedrich I. soll ein Mann von feiner Lebensart und weltmännischer Bildung gewesen sein.

Politisch erwarb er sich Verdienste bei der Beendigung der Hussitenkriege im Jahr 1433.

Dass er auch ein frommer Mann war, beweisen seine zahlreichen Stiftungen. Der Cadolzburger Altar zeigt Friedrich und seine Gemahlin Elisabeth in betender Haltung.

 
 
Sigmund Wann übernimmt noch vor seiner Heirat im Jahr 1437 die Blechverzinnerei seines Vaters. Durch Handels- und Geldgeschäfte erlangt er einen für seine Zeit außergewöhnlich großen Reichtum.
Sogar der Stadt Wunsiedel und den Markgrafen von Brandenburg leiht er größere Geldsummen

 

 

Friedrich I.
Elisabeth

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausschnitt aus dem Cadolzburger Altar: 
Markgraf und Kurfürst Friedrich I. 
und seine Gattin Elisabeth.
Auffällig ist Ähnlichkeit der Darstellung 
des betenden Heinrich zum 
Stifterbildnis des Sigmund Wann.

Dies ist ein Beispiel für die 
im Mittelalter noch stark standardisierte Portraitmalerei. Lebensnahe Portraits
wurden erst zu späterer Zeit angefertigt.

 

 

Markgraf Albrecht Achilles

 

Unter den drei Söhnen Friedrichs galt Albrecht (Beiname “Achilles”) als derjenige mit dem größten politischen und militärischen Geschick.

Seine lange Amtszeit von 1440 bis 1486 war bestimmt von zahlreichen Kriegen und Fehden, die er gegen seine Nachbarn, die Reichsstadt Nürnberg, die Bischöfe von Würzburg und Bamberg, die Wittelsbacher und den Böhmenkönig führte.
Im Jahr 1462 belagerten die Böhmen auch Wunsiedel, trafen aber auf heftigen Widerstand und mussten schließlich unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Am 9. März 1449 unterzeichneten die Markgrafen Johann und Albrecht zu Brandenburg einen Schutz- und Befreiungsbrief für das Wunsiedler Spital (siehe Vitrine Abt. 2.1.), um den Sigmund Wann “demütiglichen und fleissiglichen” gebeten hatte.

 

Albrecht Achilles

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Albrecht Achilles, Markgraf und Kurfürst,
Ausschnitt aus der 
Predella des Schwanenordensaltars
von 1484, (Ansbach, St.Gumbert, Schwanenritterkapelle).

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Diese Seite wurde gestaltet von K. Jahn (FGM), zuletzt  aktualisiert 15/04/09