AKTUELL

Buchvorstellung – „Die Pfarrer- und Gelehrtenfamilie Pertsch aus dem Markgraftum Brandenburg-Bayreuth“

am 24.02.2018 ab 18 Uhr im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel
Autoren: Monika Pertsch und Klaus Knothe

Über mehrere Generationen hinweg wirkten zahlreiche Pfarrer und Gelehrte der Familie Pertsch im Gebiet des heutigen Oberfranken. In ihrem neuen Buch „Die Pfarrer- und Gelehrtenfamilie Pertsch aus dem Markgraftum Brandenburg-Bayreuth“ beleuchtet Monika Pertsch, Köln, das Wirken und die genealogischen Zusammenhänge dieser weit verzweigten Familie. Johann Jacob Pertsch (1678-1724) war zum Beispiel Stadtsyndikus und Stadtschreiber zu Zeiten des großen Wunsiedler Stadtbrandes 1731. Dieser vernichtete nahezu den gesamten innerstädtischen Stadtmauerring. Pertsch war es, der mit dem Markgrafen Georg Friedrich Karl 1732 in Bayreuth über den Wiederaufbau der Stadt verhandelte. Dies war nötig geworden, nachdem die Wunsiedler Bürger die Pläne des Markgrafen zur Errichtung einer „modernen“ Stadt durch Johann David Renz 1731 abgelehnt hatten. Nach zähen Verhandlungen gelang es Pertsch den Markgrafen zu überzeugen, den Bürgern unter bestimmten Voraussetzungen den Wiederaufbau der Häuser zu genehmigen. Zur Vorstellung des Buches wird Monika Pertsch einen Vortrag im historischen Möbelsaal des Museums halten. Im Anschluss bietet sich Gelegenheit zu Gesprächen. Zum Buch: Aus der aus Teuschnitz stammenden Familie Pertsch gingen im 17. und 18. Jahrhundert viele Pfarrer, Professoren, Lehrer und Ärzte hervor, die das Geschehen im heutigen Oberfranken maßgeblich beeinflussten. Nach der Auswertung zahlreicher Pfarrbücher, Gelehrtenlexika und verschiedener archivalischer Quellen zeichnet Monika Pertsch ein spannendes Bild dieser Familie und ihrer Verbindung zu anderen einflussreichen Familien im fränkischen und mitteldeutschen Raum. Dabei geht die Autorin nicht nur auf die Lebensläufe und genealogischen Zusammenhänge der männlichen Mitglieder der Pfarrer- und Gelehrtendynastie ein, sondern legt das Augenmerk bewusst auch auf die weiblichen Familienmitglieder.

Weitere Informationen:
Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel
Spitalhof
95632 Wunsiedel
Tel. 09232/2032

Fotoprojekt von Jochen Scherzinger und Tobias Ackermann

Herzland – Liebe. Freiheit. Alles

am 24.02.2018 bis 06.05.2018  im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel
Eröffnung am 23.02.2018 um 19 Uhr

Die Zeiten, in denen “Heimat” für Tracht, Volksmusik und Heimatfilm stand, sind vorbei. Was noch vor zwanzig Jahren als provinziell abgetan wurde, ist heute in: Man bekennt sich wieder zu der Region, dem Landstrich, in dem man geboren wurde. Menschen in allen Teilen Deutschlands ringen mit dem Begriff Heimat, deuten ihn um und interpretieren ihn neu.

Tracht und Traditionelles revolutionieren – das hat sich auch Künstler und Modemacher Jochen Scherzinger aus dem Hübschental im Schwarzwald auf die Fahnen geschrieben. Für ihn ist der Schwarzwald weit mehr als sein verstaubtes Image rund um Bollenhut, Schwarzwälder Kirschtorte und Kuckucksuhren. In seinem Fotoprojekt „Herzland“ inszeniert er zusammen mit dem Fotografen Tobias Raphael Ackermann Brauchtum und altes Handwerk des Schwarzwalds im Look des 21. Jahrhunderts. Dafür setzen sie althergebrachte Handwerksberufe wie  Uhrmacherei, Köhlerei und  Flößerei oder auch Brauchtum wie  „Die fünfte Jahreszeit“ FASNACHT gekonnt in Szene. Es handelt sich allerdings nicht um Fotografien in gewohnter Weise. Die Motive sind  verfremdet, ohne verklärende Idylle,  dafür aber voller überraschender Ansichten.

Mehr Informationen finden Sie hier….

Kurs – Herzen schmieden zum Valentinstag

in der Museumsschmiede des Fichtelgebirgsmuseums Wunsiedel am 10.02.2018 von 10-16 Uhr

Der Valentinstag wird als das Fest der Liebenden in vielen Ländern zelebriert. Die beliebtesten Geschenke für die Herzdame oder den Herzbuben sind Parfüm, Blumen oder Süßigkeiten. Doch wie wäre es, ein ganz individuelles Geschenk selbst anzufertigen? Das ist nun möglich im Kurs „Herzen schmieden zum Valentinstag“! Unter Anleitung des fachkundigen Museumsschmieds können alle Interessierten ein Herz selbst schmieden. Der Tag der Liebenden hat seinen Namen wohl von Valentin, einem Bischof der im 3. Jahrhundert n.Chr. in Terni in Italien lebte. Er gilt als Schutzherr der Heirat mit glücklicher Zukunft, der Jugend und der Reisenden. Auch William Shakespeare lässt die Ophelia im „Hamlet“ den Heiligen besingen: „Morgen ist Sankt Valentinstag, wohl an der Zeit noch früh, und ich, ’ne Maid, am Fensterschlag, will sein eur‘ Valentin.“ Noch heute erwählen die Frauen und Männer in Großbritannien einen „Valentin“ oder eine „Valentine“. Ab 1950 gewann der Tag der Herzen auch in Amerika an immer größerer Bedeutung und die Herren luden ihre Herzdame zum Valentinsball ein oder beschenkten sie mit schönen Blumen. Diese Tradition wurde von Soldaten zur Zeit des zweiten Weltkriegs auch nach Deutschland gebracht. Wer sich selbst oder seinem Schatz ein Herz schmieden möchte, hat nun dazu Gelegenheit.

Teilnahme ab 14 Jahren möglich. Unkostenbeitrag: 18€ (inkl. Museumseintritt). Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung gebeten. Anmeldung und Informationen unter: 09232-2032

„Hier fliegen die Funken“ – Messerschmiedekurs für Anfänger

Beide Kurse sind leider schon ausverkauft!

in der Museumsschmiede des Fichtelgebirgsmuseums Wunsiedel am 27.01.2018 und 24.02.2018 von 10-16 Uhr

Getreu dem Motto: „Schmiede das Eisen solange es heiß ist“ können handwerklich Interessierte unter fachkundiger Anleitung von Museumsschmied Thomas Wölfel am 27.01.2018 und am 24.02.2018 im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel ein eigenes Messer schmieden. Messer sicherten über Jahrtausende das Überleben unserer Vorfahren. Es war das Urwerkzeug aller Kulturen und unentbehrlich bei der Jagd, der Nahrungszubereitung und bei allen handwerklichen Tätigkeiten. Trotz allen technischen Fortschritts nehmen wir bis heute noch täglich ein Messer in die Hand. Heute werden Messer mittlerweile größtenteils industriell produziert. In unserem Workshop erleben Sie die faszinierende Kunst der handwerklichen Herstellung dieses uralten Werkzeugs, wie sie von vielen Generationen weitergegeben wurde. Schmieden bedeutet Kreativität, Feuer, glühender Stahl, Amboss, Hammerklänge, Schweiß und der typische Geruch von Eisen und Steinkohle. Erlebnisse, die so in unserem modernen Alltag nicht mehr vorkommen und als tiefe, sinnliche und elementare Erfahrung erlebt werden können. Wenn das Feuer brennt und die Glut entfacht ist, kann man sich aus dem Alltag zurückziehen, eins werden mit dem Material und sich auf das Wesentliche besinnen. In dem Kurs wird ein Gebrauchsmesser aus Monostahl hergestellt, das heißt, die Klinge und der Griff sind aus einem Stück geschmiedet. Sie fertigen ein Unikat aus Federstahl, ein Material, das rostträge Eigenschaften besitzt und hart und elastisch zugleich ist. Zu Beginn des Kurses wird der Schmied die Teilnehmer in die Geheimnisse des Schmiedens einführen und die einzelnen Schmiedevorgänge kurz vorführen. Anschließend beginnt für alle das Abenteuer Messerschmieden, bis am Ende des Tages jeder sein eigenes handgeschmiedetes Messer mit nach Hause nehmen kann.

Mitzubringen sind: festes Schuhwerk/Sicherheitsschuhe, eine Schutzbrille und Arbeitskleidung. Der Kurs findet von 10:00 – 16:00 Uhr im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel statt. Für Material und Kursgebühr wird ein Unkostenbeitrag von 70 Euro erhoben, darin ist auch ein Imbiss enthalten. Die Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Vorherige Anmeldung ist dringend erforderlich, da die Plätze begrenzt sind. Geschenkgutscheine für den Kurs sind an der Museumskasse erhältlich.

Ansprechpartner:
Sindy Winkler M.A.
Spitalhof 5
95632 Wunsiedel
Tel. 09232/2032
winkler@fichtelgebirgsmuseum.de