AKTUELL

SONDERAUSSTELLUNG vom 23.04. bis 03.10.2016

„FichtelgeBIERge – Geschichte(n) rund ums Bier“

FichtelgeBIERge_Plakatfoto

Schirmherr ist Martin Schöffel, MdL

Am 23. April 1516 wurde das Reinheitsgebot für Bier verkündet. Seitdem gehört in unser Bier nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe. Damals forderte der bayerische Herzog Wilhelm IV. auf einem Landständetag in Ingolstadt: Zum Brauen sollen nur wenige natürliche Zutaten verwendet werden dürfen, um das manchmal wüste Treiben beim Bierbrauen zu beenden. Denn die Menschen waren im Lauf der Zeit auf die abenteuerlichsten Ideen gekommen, um ihrem Bier einen besonderen Geschmack zu verleihen oder um es haltbarer zu machen. Vom Zusatz von Kräutern, von Ruß für Dunkelbier, von Kreidemehl, um sauer gewordenes Bier wieder genießbar zu machen, und sogar von Stechapfel und Fliegenpilz wird berichtet.

Das 500 jährige Jubiläum des Reinheitsgebotes nimmt sich das Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel zum Anlass, um das Bierbrauen in der Region Fichtelgebirge von der Vergangenheit bis in die Gegenwart zu beleuchten. In der neuen großen Jahresausstellung 2016 „FichtelgeBIERge“, die standesgemäß am traditionellen Tag des Bieres eröffnet, erzählen bierbrauende Spitalvorsteher, Kommunbrauer und BraumeisterInnen spannende und amüsante Geschichten rund ums Bier und seinen Genuss.

Erfahren Sie hier mehr zur neuen Sonderausstellung…

FichtelgeBIERge_Einladung

„Wir machen Dampf!“ – 6. Modelldampfmaschinentreffen

am Ostermontag 28.3.2016 von 14-17 Uhr im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel
In Kooperation mit den Dampfmaschinenfreunden Marktredwitz-Dörflas e.V. und den Dampfmaschinenfreunden Weiden

DampfmaschinenEs riecht nach Esbit, es dampft, an manchen Stellen pfeift es auch – Kindheitsträume werden wach, wenn die Dampfmaschinenfreunde wieder ihre Schätze in Aktion zeigen. Da sägt eine Gattersäge fröhlich winzige Latten vor sich hin, andernorts treibt der Dampf einen Sterlingmotor an. Die Miniaturdampfkraftwerke sind Zeugen einer Epoche, in der solche Dampfmaschinen der Traum jedes Buben waren, für viele allerdings unerschwinglich blieben. Schon vor der Zeit der Modelleisenbahnen, in den zwanziger und dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts war die Dampfmaschine in Form von Dampflokomotiven auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung und stand damals als Sinnbild für den technischen Fortschritt. Eine Dampfmaschine galt auch als sinnvolles Lehrspielzeug – natürlich nur für Buben. Kinder sollten physikalische Abläufe kennenlernen. Für Groß und Klein stehen im Fichtelgebirgsmuseum wieder allerhand Dampfmaschinen bereit, die dann genauestens untersucht und bestaunt werden können. Interessierte dürfen auch gerne ihre Dampfmaschinen mitbringen und den Experten zum Begutachten zeigen. Wer möchte, kann ab 14:00 Uhr an einer Dampfmaschinenrallye teilnehmen. Der Hauptpreis ist eine Modelldampfmaschine zum selber bauen. Die Preisverleihung findet um 16:30 statt. Auch das Museumcafé hat geöffnet und macht ordentlich Dampf, mit frischen Dampfnudeln mit Vanillesauce und natürlich leckerem selbstgebackenem Kuchen. Der Eintritt ist frei. In einer speziellen Sonderausstellung können Sie außerdem ab Karfreitag bis Ostermontag auch die vielen museumseigenen Modelldampfmaschinen Eisenbahnen bestaunen.

Weitere Infos unter Tel. 09232-2032

Ansprechpartner:
Karin Kammerer
Spitalhof 5-7
95632 Wunsiedel
Tel 09232 2032
info@fichtelgebirgsmuseum.de

„Jean Paul und das Bier“

Lesung mit Wolfgang Hörner am Samstag den 19. März um 19 Uhr im Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel im Rahmen der Spitalitätenreihe 2016

HörnerganzBekanntermaßen war Jean Paul einerseits einer unserer größten Dichter und andererseits einer unserer größten Trinker. Und kaum etwas Köstlicheres, Virtuoseres und Komischeres hat der berühmte Wunsiedler in seinen Korrespondenzen hinterlassen, als seine Briefe übers und seine Forderungen nach dem Bier. Darin finden sich zig Stellen auf, in denen er das Bier belobigt, sich über Biersorten beschwert und vor allem aber auf Bierlieferungen wartet. Er bettelt geradezu: „Solte das Bier schon unter Wegs sein – was Gott gebe – so bitt ich Sie herzlich, sogleich neues nachzusenden; weil der Transport vom Fas in mich viel schneller geht als von Bayreuth zu mir.“

Im Fichtelgebirgsmuseum können Sie am 19.03. an den Bierfreuden des Dichters herzlichen Anteil nehmen und sich erfreuen an seinen zärtlichen Bier-Umschreibungen: „Meer des Vergnügens!, Seelenbier!, flüssige Gegenwart!, Heldenbier! oder einfach Glück!“, wenn Wolfgang Hörner aus seiner gloriosen Hommage an den Gerstensaft: „Bier, Bier, Bier wie es auch komme. Jean Paul und das Bier“ liest. Lehnen Sie sich zurück und genießen sie einen humorvollen Abend. Und vielleicht entdecken Sie zwischen grotesken und lustigen Anekdoten des immer durstigen Jean Paul Ihre eigene Sehnsucht und Begehr‘ nach dem flüssigen Golde. Der Autor Wolfgang Hörner leitet seit 2009 den selbstgeründeten Verlag Galiani Berlin. Daneben ist er Herausgeber bzw. Autor von Vor- und Nachwörtern zu Büchern von Johann Fischart, Ferdinando Galiani, Laurence Sterne, Jean Paul, Ai Weiwei sowie eines Werks über Nasen.

Entdecken Sie mit den „Spitalitäten“ kulturelle Schmankerln zum Schmunzeln, Nachdenken und einfach nur Genießen. Karten sind ab sofort beim Ticketshop der Frankenpost, www.okticket.de oder an der Kasse des Fichtelgebirgsmuseums erhältlich. Preis: 5,00 €.

Ansprechpartner:
Diana Nitzschke
Spitalhof 5
95632 Wunsiedel
Tel. 09232/2032
nitzschke@fichtelgebirgsmuseum.de

Ein Fest für den Gerstensaft

frankenpost-LogoDie Bedeutung des Brauens ist Anlass für das „FichtelgeBIERge“. Bei der Veranstaltung kommen in Wunsiedel nicht nur Fachleute auf ihre Kosten.

Wunsiedel – Bis zum ersten Schluck Bier haben sich die vielen Besucher im Wunsiedler Fichtelgebirgsmuseum ein wenig gedulden müssen. Beim Bierfestival „FichtelgeBIERge“ galt es am Sonntag das 500. Jubiläum des Reinheitsgebotes von 1516 und die oberfränkische Bierkultur zu feiern. Doch erst nach den Reden bei der offiziellen Eröffnung durfte der wohlschmeckende Durstlöscher endlich durch die Kehlen rinnen.

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Braumeisterin Monika Meinel-Hansen probiert gerne Neues aus. (Foto: Florian Miedl)

„Der kluge Mann, so glaubt es mir, der redet nicht, der trinkt sein Bier“, gab der Wunsiedler Landrat Dr. Karl Döhler also den zeitlichen Horizont der Eröffnung vor. Denn natürlich wollten die Besucher das riesige Angebot im wahrsten Sinne des Wortes auskosten. 14 Brauereien stellten ihre Erzeugnisse vor. Vom Pilsener und Indian Pale Ale bis zum Bierschnaps.

Lesen Sie hier den kompletten Bericht auf www.frankenpost.de…