Eine wechselvolle Geschichte kennzeichnet das Fichtelgebirge und prägte Menschen und Kultur. Im frühen Mittelalter noch zum Egerland gehörend, wurde „das Land vorm Böhmerwald“ im 13. und 14. Jahrhundert von den Burggrafen von Nürnberg nach und nach erworben. Es entstand das Sechsämterland mit seinem Hauptamtsitz Wunsiedel als regionale Unterverwaltungseinheit. Bis 1791 gehörte das „Land oberhalb des Gebirges, wie das Fichtelgebirge genannt wurde, zur Markgrafschaft Ansbach-Bayreuth. Diese wiederum ist abhängig von Preußen. Im Zuge der Gebietsreformen nach Napoleons Niederlage wird der Landstrich und seine dort lebenden Menschen schließlich 1810 Bayern zugeschlagen.

Die Abteilung „Regionalgeschichte“ erzählt von dieser bewegten Vergangenheit. Ob steinzeitliche Funde, Burggraf- oder Markgrafenzeit, preußische oder bayerische Regentschaft, all diese spannenden Wandlungen lässt die Präsentation in lebendigen Inszenierungen aufleben. Sie erzählt von stolzen Handwerkszünften, der beginnenden Industrialisierung und ihren Arbeitern, von Bürgerstolz und überregional bekannten Persönlichkeiten, wie dem Revolutionär Carl Sand, der 1819 August von Kotzebue in Mannheim ermordete oder dem Dichter Jean Paul, der 1763 in Wunsiedel geboren wurde.

Regionalgeschichte