„Hexereiprozesse im östlichen Franken“

Vortrag von Prof. Dr. Günter Dippold
am Donnerstag, den 11.10.2018 um 19 Uhr im Fichtelgebirgsmuseum

Hexen, schwarze Kunst und Magie – kaum ein historisches Thema fasziniert die Menschen bis heute so sehr wie die Verfolgung und Hinrichtung der angeblichen Hexen. Dass es massenhaft Prozesse gegen Menschen – mehrheitlich Frauen – gab, die bezichtigt wurden, einen Bund mit dem Teufel geschlossen und anderen durch Magie geschadet zu haben, ist historisch belegt. Allerdings ranken sich um die Prozesse auch Klischees, Halbwahrheiten und Irrtümer. Hexereiprozesse hätten im Mittelalter stattgefunden, sie seien von der katholischen Kirche durchgeführt worden, und dahinter habe sich eine Verschwörung zur Vernichtung sogenannter „weiser Frauen“ verborgen. In seinem Vortrag stellt Professor Dr. Günter Dippold die populärsten Mythen und Vorurteile auf den Prüfstand. Anhand einer Vielzahl von Fällen wird der Referent aufzeigen, wann und weshalb es tatsächlich zu Prozesswellen gegen Unschuldige kam. Akribisch hat er alle historischen Fakten zu den Hexereiprozessen im östlichen Franken zusammengetragen und wird ausführlich vom Hergang der Prozesse und Hinrichtungen berichten.  Er erläutert die Mechanismen der Verfolgung, stellt ihre Protagonisten vor und macht deutlich, wie die Hexenjagd ihr Ende fand.

Der Eintritt ist frei.

Zur Person:
Prof. Dr. Günter Dippold ist Bezirksheimatpfleger von Oberfranken und lehrt als Honorarprofessor an der Universität Bamberg.

Ansprechpartner:
Fichtelgebirgsmuseum Wunsiedel
Spitalhof 5-7
95632 Wunsiedel
Tel. 09232/2032
info@fichtelgebirgsmuseum.de