Blechverzinnung

Die Anfänge

 

Das Verzinnen von Schwarzblech hat seinen Ursprung (im 14. Jh.) sehr wahrscheinlich in Wunsiedel. 

Mit eine Ursache waren die ergiebigen Zinnlagerstätten in der Umgebung Wunsiedels.
Schwarzblech ist warmgewalztes aber nicht entzundertes Blech. Unter Zunder versteht man dabei versch. Eisenoxide, "Rost" der mit eingewalzt wird. Es ist also nötig eine Korrosionsschutzschicht aufzubringen, z.B. Zinn.
Bergordnung von 1548

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Zinngewinnung: Bergordnung von 1548, 
Prospektion, Aufschließen 
der Lagerstätte, Gewinnung und Förderung, Aufbereitung und Zinnwaschen. 
 

 

Das Vorkommen

 

Primäre Lagerstätten (für bergmännischen Abbau in Gruben) befanden sich bei Weißenhaid, am Ochsenkopf, am Fichtelsee und unterhalb des großen Habersteins am Schneeberg.

Sekundäre Lagerstätten (Zinnseifen; für Oberflächenabbau) gab es am Schneeberg, Rudolfstein und Platte, bei Vordorf, Leupoldsdorf, in Tröstau sowie entlang der Rösla bis in die Nähe Wunsiedels.
Seitenansicht bitte Bild anklickenErzvorkommen im Fichtelgebirge

 

 

 

 

 

 
Skizze der Erzvorkommen 
im Fichtelgebirge (Stettner 1958). 
 

 

Das Verzinnen von Eisenblechen

 

Der älteste belegte Nachweis von Blechverzinnung stammt von 1422 (Rechnung des Amtes Hohenberg-Wunsiedel an den Blechzinner Fritz Gropp).

Es ist aber sehr wahrscheinlich, dass es schon seit der zweiten Hälfte des 14. Jhs. Blechverzinner in Wunsiedel gegeben hat, darunter auch bereits der Vater von Sigmund Wann, der um 1380 heiratete.
Der Blechzinner

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Zinner, Aus: Weigel (geb.1654 in Marktredwitz), Ständebuch, 1698 (Fak. Nachdruck1987).

Technik der Blechverzinnung

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